Wenn Schmerzen, Atemnot, Unruhe oder Unsicherheit den Alltag bestimmen, braucht es Menschen, die medizinisch helfen und gleichzeitig verstehen, was diese Situation für die ganze Familie und das Umfeld bedeutet. Das Palliative Care Team Berlin begleitet schwer erkrankte Menschen in ihrem vertrauten Umfeld: zu Hause, im Pflegeheim oder stationär im Hospiz. Wir lindern belastende Beschwerden, geben Orientierung und schaffen Sicherheit für Patienten und Angehörige.
Sie verändert Gespräche, Entscheidungen, Routinen, den Tagesablauf und das Gefühl von Sicherheit. Das Palliative Care Team Berlin begleitet schwer erkrankte Menschen dort, wo sie zu Hause sind: in den eigenen vier Wänden, im Pflegeheim oder stationär im Hospiz.
Viele Angehörige fragen sich:
Mache ich alles richtig?
Was ist noch normal?
Was passiert, wenn Schmerzen, Atemnot oder Unruhe stärker werden?
Wann muss ich Hilfe holen?
Genau hier setzt unser ambulantes Palliative Care Team an. Wir unterstützen dabei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen, Symptome zu lindern und Krisen besser vorzubereiten.
Es ist nicht das Ziel, möglichst viele medizinische Maßnahmen durchzuführen. Wir richten uns nach dem, was der Mensch jetzt wirklich braucht – und wie wir das möglich machen können.
Wir behandeln belastende Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Unruhe, Angstzustände oder andere Symptome, um die Lebensqualität zu verbessern.
Dabei schauen wir genau hin: Was belastet körperlich? Was macht Angst? Was verändert sich im Alltag? Die Behandlung wird individuell angepasst und regelmäßig überprüft.
Viele Menschen wünschen sich, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben.
Wir unterstützen dabei, dass die medizinische, pflegerische und organisatorische Versorgung zu Hause gelingen kann. Sobald sich die Situation verändert, besprechen wir gemeinsam die nächsten Schritte.
Wir betreuen 365 Tage im Jahr Patientinnen und Patienten.
Nach der Aufnahme können Sie uns als Angehöriger oder Pflegender in Notfällen rund um die Uhr telefonisch erreichen: 030 863 20 63 20.
Denn niemand muss diese Situation allein durchstehen.
In der Palliativversorgung geht es nicht nur um Medikamente und Symptome. Oft sind Gespräche genauso wichtig.
Über Ängste, Unsicherheiten, Wünsche, Abschied, Familie oder das, was gerade auf der Seele liegt. Psychosoziale Gespräche sind deshalb ein wesentlicher Teil der Begleitung für Patienten und Angehörige. Wir nehmen uns die Zeit, die es dafür braucht – egal ob es 30 oder 60 Minuten sind.
Nicht immer findet die Versorgung in den eigenen vier Wänden statt.
Wir begleiten Patientinnen und Patienten auch in Pflegeheimen und stationären Einrichtungen und arbeiten dort eng mit den jeweiligen Teams zusammen. So bleiben die Ansprechpersonen dieselben und die palliativmedizinische Versorgung mit uns abgestimmt.
Wir kommen dorthin, wo der Mensch zu Hause ist.
Wir begleiten nicht erst, wenn andere Behandlungen beendet sind.
Wenn belastende Symptome auftreten, kann Unterstützung auch während einer laufenden Chemo-, Strahlen- oder anderen Therapie sinnvoll sein.
Manche Menschen finden Halt in Gesprächen, Erinnerungen oder Stille. Andere in Gebeten, Ritualen, Gedichten.
Auf Wunsch bieten wir spirituelle Unterstützung an und begleiten Menschen auf der Suche nach dem Lebenssinn und in Krisenphasen.
Der Prozess, einen geliebten Menschen loszulassen, ist vielschichtig und beginnt oft viel früher als mit dem Tod. Er beginnt mit der Diagnose einer fortschreitenden Erkrankung. Oder mit einem Satz, dass nichts mehr zu machen ist.
Wenn Sie mögen, können Sie den Abschied bewusst gestalten. Sei es mit Gesprächen, gemeinsamem Schweigen, Liedern, einem Gebet oder Erinnerungen. Es gibt kein Rezept dafür. Es gibt nur das, was für Sie stimmig ist.
Nach dem Abschied können Sie noch einmal mit uns sprechen. Unser Team ist da, hört zu und gibt Ihnen auf Ihrem Trauerweg Halt und Orientierung.
Wir kennen Trauergruppen, Trauercafés, Hospizdienste und Beratungsangebote in Berlin, die Sie auf Ihrem Weg langfristig begleiten können, und vermitteln Sie an die passenden Stellen. Manchmal hilft ein Gespräch unter Menschen, die dasselbe durchmachen. Und manchmal hilft eine professionelle Begleitung durch Seelsorge oder individuelle Therapie.
Wir sprechen mit Ihnen über die Erkrankung, die aktuellen Beschwerden, vorhandene Unterstützung und darüber, was Ihnen gerade am meisten Sorgen macht.
Gemeinsam mit Patientinnen, Patienten, Angehörigen, Hausärztinnen, Fachärzten, Pflegediensten, Pflegeheimen oder Hospizen planen wir die nächsten Schritte.
Wir passen Medikamente und Maßnahmen an, bleiben Ansprechpartner und reagieren, wenn sich die Situation verändert.
Eine palliative Begleitung nimmt die Erkrankung nicht weg. Aber sie kann helfen, Schmerzen zu lindern, Angst zu reduzieren und wieder mehr Lebensqualität in den Alltag zu bringen.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: mehr Ruhe, mehr Selbstbestimmung und mehr Raum für das, was jetzt wichtig ist.
Für Angehörige bedeutet es: nicht alles allein wissen, entscheiden und tragen zu müssen.